Ambulanter Hospiz- und Palliativ­beratungs­dienst

Gut vorbereitet für den Ernstfall

Der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst (AHPBD) bietet umfassende Beratung und Unterstützung für schwerstkranke Menschen sowie deren Angehörige. In unserem Team finden Sie mit unseren Koordinatoren hauptamtliches Fachpersonal mit pflegerischem, palliativ care, sozialpädagogischem, psychotherapeutischem und ähnlichem Hintergrund. Sie helfen Ihnen Ihre Situation besser zu verstehen, Fragen zu beantworten und Unterstützung aus unseren Angeboten zu koordinieren.

Die Koordinatoren werden von ausgebildeten Ehrenamtlichen unseres Vereins unterstützt – sei es im Bereich der persönlichen und familiären Begleitung oder der Beratung bei Vorsorgedokumenten. Denn menschliche Solidarität und Gemeinschaft in der letzten Lebensphase ist Kernstück der Hospizarbeit: Wenn alles schwierig, traurig und schwer zu ertragen wird, soll keiner allein gelassen werden.

Unsere Leistungen im Überblick

Beratung bei Fragen rund um die letzte Lebensphase

Viele Fragen und Sorgen stürzen auf Betroffene mit einer schweren, fortschreitenden Erkrankung und ihre Angehörigen ein.

Was kommt? Wir können wir das meistern? Was kann ich als Angehöriger tun? Wie planen wir voraus?

Wir helfen Ihnen Ihre Situation besser zu verstehen, geben Orientierung, emotionale Stütze, Entlastung und lassen Sie wissen „Sie sind nicht alleine!“. Betroffene wie Angehörige können uns anrufen oder einen Gesprächstermin vereinbaren. Alles weitere ergibt sich aus unserem Gespräch.

Selbstbestimmt entscheiden

Unser Team von ausgebildeten ehrenamtlichen Beratern hilft Ihnen, alle wichtigen Vorsorgedokumente vorzubereiten und umzusetzten. Patientenverfügung In einer Patientenverfügung wird der Patientenwille schriftlich niedergelegt und somit dem Recht auf Selbstbestimmung Ausdruck verliehen. In ihr werden Inhalte bezüglich der Art und Weise medizinischer Behandlung ausformuliert. Eine Patientenverfügung kann jeder verfassen, der volljährig und einwilligungsfähig ist. Zivilrechtlich betrachtet, stellt die Patientenverfügung eine vorsorgliche Willenserklärung eines Patienten dar. Diese wird wirksam, wenn der Betroffene seine notwendige Zustimmung oder Ablehnung zu einer Behandlungsmaßnahme nicht mehr selbst artikulieren kann. Sie ist für Ärzte und Bevollmächtige bindend. Eine sinnvolle Kombinationsmöglichkeit besteht in der Verbindung mit einer Vorsorgevollmacht. Vorsorgevollmacht In der Vorsorgevollmacht wird eine Vertrauensperson zur Wahrnehmung einzelner oder aller Angelegenheiten benannt, für den Fall, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen. Betreuungsverfügung Wenn eine Person aus verschiedenen Gründen heraus ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr regeln kann und keine Vollmachten vorliegen, besteht die Notwendigkeit der Bestellung eines gesetzlichen Vertreters für bestimmte Aufgabenkreise. Dies geschieht über das zuständige Betreuungsgericht. Um einen Beratungstermin zu vereinbaren, rufen Sie uns bitte unter 06021 – 98 00 55 oder emailen Sie uns unter info@hospizgruppe-aschaffenburg.de.

Ehrenamtliche Begleitung zu Hause, im Heim, in der Palliativklinik

Ein ausgebildeter ehrenamtlicher Hospizbegleiter der Hospizgruppe kann in schweren Zeiten Halt geben. Ohne medizinischen Auftrag schenkt er Zeit zum Zuhören und Dasein. Der Betroffene und seine Bedürfnisse stehen dabei im Vordergrund. Auch Ängste, Wut oder Zweifel dürfen offen ausgesprochen werden – wertfrei und einfühlsam. Unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter sind ausgebildet, mit solchen Emotionen umzugehen und sie mitauszuhalten. Der Leitgedanke der Hospizbegleitung ist: „Du bist wichtig, weil du DU bist – bis zuletzt.“

Die Begleitung gilt auch Angehörigen. Auch sie dürfen traurig oder überfordert sein. Die verlässliche Präsenz des Hospizbegleiters entlastet oft die ganze Familie und schafft Freiräume ohne Schuldgefühle. Sie stabilisiert das Familiengefüge in einer schweren Zeit.

Hospizbegleitung ist freiwillig, kostenlos und jederzeit beendbar – und bedeutet vor allem: nicht allein zu sein mit Fragen, Sorgen, Ängsten und sich immer wieder verändernden Herausforderungen. Die positiven Rückmeldungen zeigen uns, wie wertvoll die Hilfe unserer ehrenamtlichen Hospizbegleiter sein kann. 

Einen guten Weg finden

Die ambulante Ethikberatung der Hospizgruppe unterstützt Schwerkranke, deren Angehörige und Fachkräfte bei schwierigen Entscheidungen am Lebensende. Sie bietet strukturierte Gespräche, in denen die Wünsche, persönlichen Werte und Vorstellungen von Lebensqualität sowie medizinische Möglichkeiten besprochen und abgewogen werden. Ziel ist es gemeinsame, tragfähige Lösungen im Sinne der betroffenen Person zu finden. Unser Team im Bereich Ethikberatung umfasst verschiedenes Fachpersonal (medizinisch, pflegerisch und seelsorgerisch), hat spezielle Fortbildungen absolviert und langjährige Erfahrung. Bei Fragen oder wenn Sie Interesse an einer Ethikberatung haben, wenden Sie sich gerne direkt an Birgit Salefsky unter 0 60 21 / 98 00 55 oder salefsky@hospizgruppe-aschaffenburg.de.

Unterstützung für Nahestehende

Letzte-Hilfe-Kurse vermitteln die nötigen Grundlagen der Begleitung am Lebensende für alle Interessierten und nicht nur betroffene Angehörige. Hier können Sie erfahren, was Sie für die ihnen Nahestehenden am Ende des Lebens tun können. An zwei Abendterminen vermitteln wir Basiswissen, Orientierung und einfache Handgriffe. Zudem können Sie ihre Fragen mitbringen und haben die Möglichkeit zum Austausch mit anderen. Unsere Kurse werden von erfahrenen Hospiz- und Palliativmitarbeitern geleitet. Das Konzept wurde von Georg Bollig entwickelt und wird u. a. von der Letzte Hilfe Deutschland verbreitet.

Auch Kleinkinder erleben Sterben, Tod und Trauer

Verluste gehören auch schon für kleine Kinder zum Leben. Wir gehen in Kitas, um die Themen Sterben, Tod und Trauer entweder um bei einem akuten belastenden Fall zu unterstützen oder frühzeitig, altersgerecht und angstfrei das Thema in den Kita-Alltag zu integrieren. Durch spezielle Projekte, Fortbildungen für Erzieher, Elternabende und Arbeit mit Kindern (z.B. mittels Trauerkoffer) vermitteln ehrenamtliche Helfer, dass Trauer zum Leben dazugehört.

Erzieher können gerne auf uns zukommen und Unterstützung anfragen, wenn das Thema in der Kita-Gruppe aktuell wird. Rufen Sie uns an oder schreiben sie uns eine E-Mail.

Ängste von Kindern ansprechen und abbauen

Das Projekt „Hospiz macht Schule“ bringt Themen wie Leben, Sterben, Tod und Trauer altersgerecht in den Unterricht. Das Konzept wurde vom Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband für Grundschulkinder entwickelt. Ehrenamtliche der Hospizgruppe Aschaffenburg e.V., die in dem Konzept geschult sind, sprechen mit Kindern über Abschied, Gefühle und Mitgefühl und reflektieren das Thema spielerisch in einer Aktionswoche. Ziel ist es, Ängste abzubauen, Verständnis zu fördern und einen offenen, menschlichen Umgang mit diesen Lebensthemen zu stärken. Die Familien der Kinder werden indirekt mit einbezogen.

Sollte Ihre Grundschule Interesse an dem Projekt „Hospiz macht Schule“ haben, melden Sie sich bitte in unserem Hospizbüro für ein Informationsgespräch.

Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in Betrieben und Unternehmen

Gerade am Arbeitsplatz müssen die Themen Sterben, Tod und Trauer aus der Tabuzone geholt werden. Wir bieten Unterstützung bei Sterben, Tod und Trauer auch im Kontext des Arbeitsplatzes an und beraten Unternehmen, Führungskräfte und Teams, wenn Mitarbeiter trauern oder mit dem Tod am Arbeitsplatz konfrontiert sind. Dies umfasst Hilfe für überforderte Teams, die inen schwerstkranken Kollegen haben, Begleitung trauernder Kollegen und Unterstützung für Führungskräfte und Personalleitungen.

Falls Sie Unterstützung brauchem, um mit Todes- und Trauerfällen am Arbeitsplatz professionell umzugehen, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Team Ambulanter Beratungsdienst

Koordinationsleitung

Steffen Naumann

Diplom Sozialpädagoge (Palliative Care), Hospiz- und Trauerbegleiter

Birgit Salefsky

Krankenschwester (Palliative Care), Hospiz- und Trauerbegleiterin, Schmerzexpertin, Ethikberaterin im Gesundheitswesen, Koordinatorin

Koordinatoren

Annika Oberle

Gesundheits- und Krankenpflegerin (Palliative Care), Schmerzexpertin, Koordinatorin

Verena Wüst

Psychologin M.sc, Sozialarbeiterin (BA) (Palliative Care), Koordinatorin

Annika Stadtmüller

Gesundheits- und Krankenpflegerin (Palliative Care), Koordinatorin

Sabine Lüdke

Krankenschwester (Palliative Care), Trauerbegleiterin, Koordinatorin

Büro

Bettina Baumann

Kauffrau für Büromanagement, Hospiz-und Trauerbegleiterin

Anja Schmitt

Zahnmedizinische Fachangestellte, Hospiz- und Trauerbegleiterin

Klaus Hirsch

Hospiz- und Trauerbegleiter
 

Vierbeinige Mitarbeiter

Lotti

Beppo

Kuba

Hier finden Sie weitere Informationen

Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung für schwerstkranke und sterbende Krankenversicherte, die – wenn möglich – palliativ in häuslicher Umgebung betreut werden.

Teilstationäres Hospiz

Im Tageshospiz können Betroffene tagsüber die palliativen, sozialen, spirituellen und psychologischen Angebote in Anspruch nehmen und die Abende und Nächte in vertrauter Umgebung zu Hause mit Familie oder Freunden verbringen.

Hospiz-Apartments

Unsere Hospiz-Apartments bieten eigene vier Wände, auf Wunsch mit bedarfsgerechter Unterstützung: Barrierefreie Studios mit Küchenzeile, Bad und Terrasse sowie gemeinschaftlichem Wohn- und Esszimmer für Geselligkeit im größeren Kreis.

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

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